Cornelia Franz: Goldene Steine

Mit „Goldene Steine“ hat Cornelia Franz einen sehr bewegenden und aktuellen Jugendroman geschaffen. Sie erzählt die Geschichte von Yara, Nikolai und Leon, die unterschiedlicher kaum sein könnten und doch am Ende beste Freunde werden.

Leon hat, aus einer dummen Laune heraus, einem Mann die Kippa vom Kopf geschlagen, setzt sie auf und wird kurz darauf von Unbekannten, die ihn als „Drecksjuden“ beschimpfen, zusammengeschlagen.

Nikolai beobachtet Leon, als dieser blutend mit der Kippa in der Hand auf dem Hof der Siedlung steht. Er ist sich sicher, dass Leon fälschlicherweise verprügelt wurde und er eigentlich das Opfer sein sollte, denn er ist Jude.

Yara ist neu in der Siedlung. Vor ihrer alten Wohnung waren Stolpersteine auf der Straße. Ihre alte Nachbarin, Frau Winter, hat ihr die Bedeutung und auch die Geschichte der Menschen hinter diesen Steinen erzählt.

Diese drei so unterschiedlichen Jugendlichen lernen sich in der Siedlung kennen und freunden sich an. Sie überreden Leon, bei der Polizei Anzeige zu erstatten, jedoch wird er gar nicht richtig ernst genommen – bis dann eines Tages auch Nikolai verprügelt wird. Gemeinsam versuchen sie, die Tat aufzuklären, aber auch den Mann zu finden, dessen Kippa Leon gestohlen hat.

Die Verknüpfung von Geschichte und Gegenwart ist Cornelia Franz in ihrem Roman extrem gut gelungen. Altersempfehlung ab 12 Jahre – aber auch für Erwachsene!