Lauren Groff: Matrix

Marie ist eine uneheliche Tochter des Königshauses, doch wegen ihrer Größe und ihres unweiblichen Aussehens kommt sie für die Ehe nicht in Frage. Daher wird sie von der Königin Eleonore, die sie liebt und verehrt, wie nichts auf der Welt, als Priorin in ein verarmtes Kloster geschickt. Dort warten Hunger, Kälte und Einsamkeit auf Marie, die sich doch nur Freiheit und die Beachtung ihrer Königin wünscht. Durch geschicktes Handeln schafft sie es allerdings das Kloster, mit Hilfe der ihr bald nahestehenden Glaubensschwestern, nach ihren Vorstellungen und Visionen zu gestalten, um wenigstens an diesem Ort Freiheit und Selbstbestimmung als Frau zu erlangen.

Obwohl ich mit nur wenigen Erwartungen an diese Buch gegangen bin, hat es mich schließlich doch überzeugt und vor allem überrascht. Wie wir als Leser*innen Marie auf ihrem Weg begleiten und dabei vor allem ihre Gedankengänge nachvollziehen können ist sowohl spannend, als auch faszinierend. Trotzdem kann ich kaum in Worte fassen, warum mich diese Geschichte so fasziniert hat, der sorgfältig gewählte Schreibstil hat aber auf jeden Fall dazu beigetragen. Wem Geschichten wie „Die Tanzenden“ von Victoria Mas oder auch „Der Report der Magd“ von Margaret Atwood gefallen haben, sollte auch dieser Geschichte dringend eine Chance geben.